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  • 3.537 Foltertote dokumentiert
  • Über 500.000 unrecht zu Zwangsarbeitslagern (Laogai) geschickt
  • Über 6.000 zur Freiheitsstrafe bis über 18 Jahre verurteilt
  • Hunderttausende illegal verhaftet und eingesperrt
  • Millionen über Nacht arbeitslos und obdachlos

Statistik Quelle (Englisch)

News

Ende der Olympischen Spiele ist kein Ende der Menschenrechtsverletztungen in China

Presseaussendung zur heutigen Falun Gong Kundgebung am Wiener Stephansplatz:

Die SPÖ NR- Abgeordnete Petra Bayr, Entwicklungspolitische Sprecherin, findet es „furchtbar und zynisch, dass Olympische Spiele nicht weit entfernt von Arbeitslagern stattfinden.“ Sie fordert eine kohärente Politik im Umgang mit China und dessen Menschenrechtsverletzungen. Sie schätzt den langjährigen und ausdauernden Einsatz der Österreichischen Falun Gong Bewegung in ihrer Aufklärungsarbeit zur Beendigung der Verfolgung in China.

Die NR Abgeordnete Mag Ulrike Lunacek, Aussenpolitische Sprecherin der Grünen und Kovorsitzende der Europäischen Grünen: „Die Grünen unterstützen derartige Veranstaltungen mit Leib und Seele.“ Sie appelliert an die Österreichische Regierung und die Europäische Kommission, diese Frage der Menschenrechte in die Aussenpolitik einzubinden. Sie appellierte weiters an die Medien, über derartige Veranstaltung wie heute zu berichten.

Ing. Martin Schrott, der Obmann des Österreichischen Falun Dafa Vereines, sagte bei der Kundgebung: „China missbraucht die Olympischen Spiele, um während dieser Zeit noch intensiver gegen Falun Gong vorzugehen. Beispielsweise werden in zwei Spitälern in Beijing und Shanghai (Austragungsorte!)  Falun Gong Praktizierende ihrer Organe beraubt.“.

„Die Verfolgung vom chinesischen Regime ist überraschend nahe, auch in Österreich.“ So der Austrochinese Mag. Yong Wang, der aus eigenen Erfahrung berichtet. Im Juli 2004 wurde seine Passverlängerung vom chinesischen Konsulat in Wien verweigert und es wurde ihm angedroht, dass er „nicht mehr mit westlichen feindliche Kräften (Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, etc.) zusammen arbeiten solle, und er dürfe nicht mehr über die Verfolgung an Falun Gong in der Öffentlichkeit sprechen, da er sonst keine Passerverlängerung bekäme“. In diesem Fall müsste er zurück nach China, wo er gefoltert würde.

Neue Dokumente enthüllen die Verfolgung

Die Organisaion Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong in China (www.cipfg.org), der auch der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Edward McMillan-Scott angehört, veröffentlicht diese Woche eine Liste von 51 Zwangsarbeitslager. Diese Zwangsarbeitslager sind verteilt in ganz China.  Dort werden zehntausende Falun Gong Praktizierende gefangen gehalten, insbesonders auch diejenigen Praktizierenden, die während der Säuberungsaktionen vor und während der Olympischen Spielen verhaftet worden sind. Die Lager sind allerdings nur ein Bruchteil von hunderten Arbeitslagern in China. Sie zeigen aber die Systematik und den Umfang der landesweiten Verfolgung an Falun Gong. In einem gleichzeitig veröffentlichten offenen Brief ruft CIPFG die Journalisten auf, die wegen den Olympischen Spielen in China sind, diese Zwangsarbeitslage genau unter die Lupe zu nehmen.

Am 20. August veröffentlichte die New York ansässige World Organisation to Investigate the Persecution Of  Falun Gong (WOIPFG, www.upholdjustice.org) einen neuen Untersuchungsbericht über die 9 Transplantationskliniken und Zentren in China, die bei der Organentnahme von Falun Gong Praktizierenden involviert sind. Ein Telefonprotokoll zeigt die erschreckende Offenheit der Ärzte, Organe von lebenden Falun Gong Praktizierenden systematisch zu verwenden.

Das Ende der Olympischen Spiele in China ist kein Ende der Menschenrechtsverletzungen

Bald kommen die Olympischen Spiele China zu Ende, allerdings gehen die Verbrechen gegen Falun Gong Praktizierende weiter. Während die westlichen Zuschauer China verlassen, bleiben die zehntausenden gefangenen Falun Gong Praktizierenden dort und Folter ist ihr Alltag.

Es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft den Fokus in China weiter behalten soll, nicht wegen der Wirtschaft, sondern wegen der Menschen dort.

In der Vorbereitung der Olympischen Spiele wurden seit Dezember 2007 mehr als 8000 Falun Gong Praktizierende in China im Zuge der Intensivierung der Verfolgung an Falun Gong verhaftet. Allein in Beijing sind 9 bestätigte Todesfälle infolge von Folter bekannt.

In allen Olympischen Austragungsorten existieren Arbeitslager nur einen Steinwurf entfernt von den Olympischen Stadien. Tür zu Tür Hausuntersuchungen sind der Alltag, besonders in diesen Städten. Während internationale Journalisten auf diese Arbeitslager aufmerksam geworden sind, wurden die  gefangenen Falun Gong Praktizierenden in andere Provinzen abtransportiert.

Hintergrund

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 70 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.175 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

 
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Ing. Martin Schrott 0699-12122025
Dipl.-Ing. Igor Jančev 0681-10326867

22.08.2008 14:05 Alter: 4 Jahre