>> Startseite / Nachricht
6.2.2012 : 17:14 : +0100

 

Falun Dafa Associations urges all governments to support the most significant appeal for human rights in the 21st century

Newsletter

mehr >>

Aktuell

Keine News in dieser Ansicht.

Fakten

  • 3.463 Foltertote dokumentiert
  • Über 500.000 unrecht zu Zwangsarbeitslagern (Laogai) geschickt
  • Über 6.000 zur Freiheitsstrafe bis über 18 Jahre verurteilt
  • Hunderttausende illegal verhaftet und eingesperrt
  • Millionen über Nacht arbeitslos und obdachlos

Statistik Quelle (Englisch)

News

Flucht aus Arbeitslager erregt internationales Aufsehen

Dringende Rettungsaktion: Zwei Überlebende von Arbeitslagern und Familienangehörige in größter Gefahr

Nach seinem Fluchtversuch aus dem berüchtigten Arbeitslager Masanjia droht einem Falun Dafa Praktizierenden sowie seiner Familie und Freunden, die von den Behörden verdächtigt werden, bei der Flucht geholfen zu haben, Folter und Tod. Am 11. August halfen Freunde dem im Masanjia-Arbeitslager inhaftierten Praktizierenden Cui Dejun, der aufgrund von Misshandlungen im Krankenhaus des Arbeitslagers lag, zu fliehen. Quellen in China zufolge wurde Cui in die Wohnung des 37-jährigen Praktizierenden Yu Ming in der nahen Provinzhauptstadt Shenyang gebracht. Yu Ming war zu dem Zeitpunkt selbst im Arbeitslager.
Zwei Tage später brachen Beamte des Büros für Öffentliche Sicherheit in die Wohnung ein, verhafteten Cui und andere Anwesende und brachten Cui an einen unbekannten Ort. In der Zwischenzeit wurde Yu, der im Verdacht steht, bei der Flucht geholfen zu haben ohne Rücksicht auf seine vorgesehene Freilassung am 2. September, weggeschafft.

Sexuelle Misshandlungen

Das Masanjia-Lager ist als eines der brutalsten Zwangsarbeitslager Chinas bekannt. Häftlinge werden dort mit Elektrostäben gefoltert, geschlagen und Frauen vergewaltigt.

Nach den Erfahrungen mit dem Fall von Frau Gao Rongrong ist das Leben von Cui und Yu in größter Gefahr. Im Jahr 2004 entkam Frau Gao Rongrong aus dem Masanjia-Arbeitslager. Fotos ihres nach der Misshandlung mit Elektrostäben entstellten Gesichts gingen um die Welt (http://www.faluninfo.net/article/761/). Kurz nach ihrer Flucht wurde sie verhaftet und starb laut Amnesty International im Jahr 2005 in Haft (http://www.faluninfo.net/article/662/?cid=82).

Wie Gao, wurden auch Yu und Cui in der Vergangenheit Opfer extremer Gewalt. Sie wurden an ihren Genitalien mit Elektrostäben gefoltert und auch in anderer Form sexuell misshandelt. Cui wurde gezwungen, drei Monate lang in einem eisernen Käfig zu hocken. Im Juni wurde Cui bewusstlos und inkontinent. Cui und Ehefrau Gao Zhuo wurden beide im Juli 2007 zusammen mit sieben ihrer Angestellten, die Falun Gong praktizierten, verhaftet. Alle wurden ohne Gerichtsverfahren zu Arbeitslagerhaft von 1 ½ bis zu 2 Jahren verurteilt. Yu verbrachte acht der letzten neun Jahre in Arbeitslagern, weil er Falun Gong praktiziert.

Brutales Vorgehen gegen Familienmitglieder

Die chinesischen Behörden haben beim Versuch Cui zu fangen und sich für seine Flucht zu rächen auch Cuis und Yus Familien zur Zielscheibe erklärt. Quellen zufolge schlugen Beamte des Büros für Öffentliche Sicherheit bei ihrem Einbruch in Yus Wohnung am 13. August brutal auf Yus Neffen ein und verhafteten ihn zusammen mit Yus Ehefrau Ma Li und deren jungen Sohn. Die zehnjährige Tochter Yu Zhenzhen ließen sie alleine zuhause zurück. Berichten zufolge wurden sie einige Tage später wieder freigelassen. Am 14. und 15. August verhafteten Polizisten der Städte Dalian und Wafandian Cuis Bruder, einen Angestellten des Familiengeschäftes und zwei Schwägerinnen. Die Frauen wurden kurz darauf entlassen, die Aufenthaltsorte der Männer sind unbekannt.

A P P E L L
Das Falun Dafa-Informationszentrum liefert Hinweise und Telefonnummern zu diesem Fall (im Anschluß) und bittet Menschenrechtsgruppen, Journalisten und andere Mitglieder der Internationalen Gemeinschaft dringend sich für das Leben der Betroffenen einzusetzen und ihre eigenen Untersuchungen in diesem Fall anzustellen. Rufen Sie Beamte in Masanjia und Wafangdian an und verlangen Sie Beweise dafür, dass die Betroffenen nicht gefoltert werden und fordern Sie mit Nachdruck von den chinesischen Behörden ihre sofortige Freilassung.


Das Masanjia-Lager für Umerziehung durch Arbeit:
Hintergrundinformationen über das Lager:
http://www.humanrightstorch.org/news/2008/07/27/masanjia-labor-camp/
Hauptrufnummern: +86-24-89210822, +89212252, +89210454
Masanjia-Lagerleiter Zheng Mingqiang: +86-24-89216801 oder (Büro) +86-24-89212321
Leiter der Erziehungsanstalt Wei: +86-24-89212261
Politischer Chef Gong Lian: (Büro) +86-24-89216802
Operator des Masanjia-Zwangsarbeitslagers: +86-24-89210074

Lager Nr. 1 (für männliche Gefangene)
Leiter Zhang Guangbin: +86-24-89295031
Stellvertretende Leiter: + 86-24-89295032 oder -89295033 oder -89295035

Abteilung Nr.1 (die Abteilung, in der Cui Dejun ursprünglich inhaftiert war)
Wang Xiaofeng, Leiter der Abteilung Nr.1: +86-24-89210406,
Wang Shuzheng, stellvertretender Leiter der Abteilung Nr. 1: +86-13982207608 (Mobil)

Abteilung Nr. 2
Leiter Gao Zongzhi: +86-24-89295057
Stellvertretende Leiter: +86-24-89295058, +86-24-89295059

Wafangdian:
Lei Shuqing, Leiter des Polizeireviers der Stadt Wafangdian: +86-411-85611666 (Büro)
Guan Jichuan, Stellvertretender Parteisekretär des Politik- und Rechtskomitees in Wafangdian, Chef des örtlichen Büro 610: +86-13998512139 (Mobil)
Zhang Hua, Direktor des Überwachungsteams der Stadt Wafangdian (Untersuchungsgefängnis): +86-411-85569991 (Büro)

Hintergrund über Falun Gong

Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine traditionelle Meditationspraxis, die ursprünglich aus China stammt und bereits in mindestens 78 Staaten der Welt praktiziert wird, einschließlich Österreich. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Gong in China einer systematischen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen und zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen Informationen von mehr als 3192 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte jedoch um ein Vielfaches höher liegen.

01.10.2008 12:33 Alter: 3 Jahre