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Fakten
- 3.537 Foltertote dokumentiert
- Über 500.000 unrecht zu Zwangsarbeitslagern (Laogai) geschickt
- Über 6.000 zur Freiheitsstrafe bis über 18 Jahre verurteilt
- Hunderttausende illegal verhaftet und eingesperrt
- Millionen über Nacht arbeitslos und obdachlos
News
Pressenachsendung zur Veranstaltung - 20. Juli: Zehn Jahre Verfolgung von Falun Gong in China
"Ich lebte zwar, aber ich wollte lieber sterben"
Frau Wei Liu schilderte bei der Pressekonferenz am Donnerstag, den 16. Juli, im Café Griensteidl ihre Erlebnisse in der Gefangenschaft in China. Frau Liu lebt zur Zeit in Dortmund in Deutschland. Sie praktiziert seit 1995 Falun Gong. Im Jahr 2001, als sie in einer deutschen Firma in Peking arbeitete, wurde sie angezeigt und verhaftet. So fingen 18 Monate Tortur in einem chinesischen Arbeitslager an - ohne Gerichtsverfahren.
Die Zwangsarbeit begann um 4 Uhr morgens und dauerte für gewöhnlich bis Mitternacht. Gleich am ersten Tag im Frauenarbeitslager in Peking wurde sie unter schwerer Folter "umerzogen". Als sie unter physischer und psychischer Folter die schriftliche Erklärung unterschrieb, dass sie Falun Gong aufgibt, fing der weitere Horror erst an. Sie musste dabei helfen, andere Falun Gong-Praktizierende zu foltern und umzuerziehen. "Ich wurde von jemandem, der sich nach den Prinzipien von „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ orientiert, umerzogen zu einem Menschen, der andere beschimpft und schlägt. Unter der Angst und dem großem Druck bin ich damals zusammengebrochen. Ich lebte zwar, aber ich wollte lieber sterben."
Die große Arbeitslager-Show für westliche Journalisten
Was bekommen westliche Journalisten in Arbeitslagern zu sehen? Frau Liu berichtet: "Als Besucher in das Frauenarbeitslager kamen, wurde ich gezwungen, zur „Show“ im Computerraum, in der Bibliothek oder auf dem Sportplatz zu spielen. Normalerweise waren der Computerraum und die Bibliothek geschlossen, und der Sportplatz war der Ort, an dem statt frei gespielt gefoltert wurde."
Systematische Bluttests für Organraub
Obwohl Frau Liu und andere Falun Gong Praktizierende täglich in dem Arbeitslager gefoltert und misshandelt wurden, wurde ihnen jeden Monat zweimal der Blutdruck gemessen und Blut entnommen, um die Blutgruppe und den Zustand der inneren Organe zu untersuchen, nur die Befunde und ärztliche Behandlung bekamen sie nicht. Als der von David Kilgour, ehemaliger Staatssekretär für den asiatischen und pazifischen Raum in Kanada, und David Matas, kanadischer Menschenrechtsanwalt, den im Juli 2006 verfassten Bericht über den systematischen Organraub an Falun Gong Praktizierenden erschien war, wurde ihr klar, dass die Untersuchungen nur ein Ziel hatten: Sie waren als Vorbereitungsmaßnahmen für eine mögliche Organentnahme gedacht.
10 Jahre Blut und Tränen
Die Geschichte von Frau Liu ist nur eine von unzähligen Falun Gong Praktizierenden in China.
In einer Nacht- und Nebel-Aktion, bei der mehrere Hundert Falun Gong-Praktizierende festgenommen und entführt wurden, begann am 20. Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong – auch bekannt als Falun Dafa – am Festland China. Mehr als 500.000 Falun Dafa-Praktizierende haben in Arbeitslagern schwere Misshandlungen erlitten. Kilgour und Matas schätzen in ihren Bericht, mindestens 41.500 lebenden, gesunden Falun Dafa-Praktizierenden sollen Organe zum Verkauf entnommen worden sind.
Die bei der Pressekonferenz gezeigte Dokumentation "A Decade Of Courage" des Satellitensenders NTDTV in New York zeigt einen systematischen Einblick in die zehnjährige Geschichte der Verfolgung: www.adecadeofcourage.com
Weltweite Aktion für das Ende der Verfolgung
Rundum den "20. Juli" gibt es weltweit Appelle und Aktionen für ein Ende der Verfolgung. Gemeinsam mit anderen 38 Falun Dafa Vereinen reicht der Österreichische Falun Dafa Verein einen Appell an die Regierungen weltweit "Falun Dafa Associations urges all governments to support the most significant appeal for human rights in the 21st century" ein.
Weitere Aktionen anlässlich der zehn Jahre andauernden Verfolgung von Falun Gong in Wien:
- Kundgebung am Stephansplatz in Wien, 11:00 - 16:00 Uhr, Samstag den 18. Juli
- 24 Stunden Mahnwache vor der chinesische Botschaft in Wien am 20 Juli:
- 10:00 Uhr – Redner Mag. Akgün, Gesellschaft für bedrohte Völker



