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Fakten
- 3.537 Foltertote dokumentiert
- Über 500.000 unrecht zu Zwangsarbeitslagern (Laogai) geschickt
- Über 6.000 zur Freiheitsstrafe bis über 18 Jahre verurteilt
- Hunderttausende illegal verhaftet und eingesperrt
- Millionen über Nacht arbeitslos und obdachlos
News
Menschenrechtstag: Falun Gong weiterhin Chinas am stärksten verfolgte Menschengruppe
Am 20. Juli 1999 begann auf Befehl des damaligen chinesischen Staatschefs Jiang Zemin einer der weltweit grausamsten und größten Verfolgung unserer Zeit – die Verfolgung von Falun Gong. Laut staatlichen Schätzungen waren es zu dieser Zeit mehr als 100 Millionen Menschen, für die ab diesem Tag das Motto „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie körperlich“ galt. Bis zum heutigen Menschenrechtstag 2010 dauert dieses schwärzeste Kapitel der chinesischen Geschichte unvermindert an.
Praktizierende dieser auch als Falun Dafa bekannten buddhistischen Qigong-Schule, die sich neben fünf körperlichen Übungen einem Leben nach den Prinzipien von „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ verschrieben haben, sehen sich seither im kommunistischen China mit „Umerziehung durch Arbeit“ konfrontiert.
Wenn sie ihrem Glauben nicht abschwören und andere ihnen bekannte Falun Gong-Praktizierende nicht denunzieren, werden an ihnen die grausamsten bekannten Foltermethoden angewandt.
Sie werden mit kochendem Wasser übergossen und bei Schnee und Eis ins Freie gestellt, ihnen wird tagelang der Schlaf entzogen, sie werden mit Elektroschockern auf höchster Stufe malträtiert, sie werden mit Salzsäure zwangs„ernährt“, Frauen werden von mehreren Lagerbeamten gleichzeitig vergewaltigt – um nur einige der Grausamkeiten zu nennen.
IGFM: Falun Gong die größte in China verfolgte Gruppe
Katharina Grieb, Präsidentin der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) über die Verfolgung von Falun Gong:
„China ist das größte Konzentrationslager der Welt.“
UNO-Sonderbeauftragter gegen „Kult“-Stigmatisierung
Erst im Oktober 2010 hatte der neue UNO-Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfragen, der Deutsche Heiner Bielefeldt, die Politik der Unterdrückung von Falun Gong in China kritisiert und zum ersten Mal vor die UNO-Vollversammlung gebracht. Falun Gong würde „als ‚Kult’ stigmatisiert“, Praktizierende würden sozialen Vorurteilen gegenüberstehen, die bis zu Verschwörungstheorien reichen. Eine chinesische UNO-Abgesandte erwiderte auf die Aussagen Bielefeldts laut der Nachrichtenagentur Reuters, Falun Gong müsse „vernichtet“ werden.
Zwei Drittel der Folterfälle in China, welche von der UNO berichtet wurden, sind Folterfälle an Falun Gong Praktizierenden.
Organraub – Grauen ohne Ende
Eine weiterhin andauernde und schockierende Praxis in chinesischen Lagern ist der Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden. Dass in Chinas Arbeits- und Umerziehungslagern Menschen bei lebendigem Leibe – je frischer die Organe, umso höher die Qualität – herausoperiert werden, wird mittlerweile auch von mehreren Augenzeugen bestätigt. Zuletzt meldete sich ein ehemaliger Polizist aus der uigurischen Provinz Xinjiang, der solche Vorgänge mit seinen eigenen Augen gesehen hat. Er befindet sich derzeit in der Schweiz und bangt um sein Leben.
http://www.lematin.ch/actu/suisse/nijiati-abudureyimu-trafic-organes-vrai-business-chine-305908
Die Lage für Falun Gong-Praktizierende, die wegen ihrer Gesundheit besonders häufig Opfer von Organraub werden, dürfte sich in den vergangenen Jahren weiter verschlimmert haben.
David Kilgour, ehemaliger kanadischer Staatssekretär und einer der Autoren des Buches „Blutige Ernte“, in dem der Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China aufgedeckt wurde, über die aktuelle Situation in China:
„Seit wir unsere Arbeit begonnen haben, ist die Zahl der zu Tode verurteilten und dann exekutierten Personen in China gesunken, aber die Zahl der Transplantationen ist – nach einem leichten Rückgang – wieder auf frühere Niveaus gestiegen. Da die einzige substantiell verfügbare Ressource für Organtransplantationen in China zum Tode verurteilte Gefangene sind, bedeutet ein Rückgang bei der Zahl der Organe dieser Gruppe einen tragischen Anstieg von Falun Gong-Opfern.“
Aktivitäten anlässlich des Internationalen Menschenrechtstages:
Wo: Salzburg, Am Alten Markt
Wann: 10.12. von 16.00 bis 18.00 Uhr
Was: Lichterkette zum Gedenken an die Opfer der Verfolgung von Falun Gong
Wo: Wien, Stephansplatz
Wann: 11.12. von 15.00 bis 19.00 Uhr
Was: Informationsstand und Lichterkette
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Ing. Martin Schrott 0699-12122025;
Roswitha Wang-Moritz 0699-11104886;
E-Mail: info@faluninfo.at



