Nachrichten über Falun Dafa und die Verfolgung in China

China: Der Folter-Hölle entkommen - ein neues Leben in Österreich

Die junge Chinesin Lijun ZHAO flüchtete im Mai 2019 aus Shanghai nach Graz, wo sie seit dem mit ihrem Mann in Freiheit lebt. Was sie in zwei Jahren Zwangsarbeitslager und drei Jahren Gefängnis erlebt hat und wie die totale Überwachung auch nach ihrer Entlassung nicht aufhörte, erzählt Lijun hier kurz. Für Interviewmöglichkeiten ist sie offen.

Foto: Lijun ZHAO ist jetzt froh mit ihrem Ehemann in Österreich zu sein. © FDI Österreich
Foto: Lijun ZHAO ist jetzt froh mit ihrem Ehemann in Österreich zu sein. © FDI Österreich

Im Mai 2019 flüchtete die junge Chinesin Lijun ZHAO aus Shanghai nach Graz zu ihrem Mann, der schon zuvor aus China eingereist war. In der Heimat, der VR China hatte man sie wegen ihres Glaubens an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, welche Falun Dafa (Falun Gong) lehrt, über viele Jahre verfolgt, gefoltert und ins Zwangsarbeitslager eingesperrt. Bei der Falun-Dafa-Übungsgruppe im Grazer Stadtpark fand das Paar Anschluss und Hilfe. „Sobald ich hier ankam, fühlte ich eine geistige Entspannung, nicht mehr diesen Horror wie in China", erklärt Lijun und weiters: "Ich war zwei Jahre lang im Zwangsarbeitslager und drei Jahre im Gefängnis. Ich wurde auch mehrfach zur Gehirnwäsche in außergerichtliche Einrichtungen gebracht, die einzig darauf abzielen, den Glauben der Menschen an Falun Dafa zu zerstören.“

Totale Überwachung zu Hause

Wenn man aus dem Gefängnis entlassen wurde, ging die totale Überwachung weiter. Es gab keine Ruhe vor der Observierung. „Als ich aus dem Gefängnis entlassen wurde, (…) schickten sie jeden Monat Helfer des Wohnviertelkomitees zu mir, die mir Fragen stellten. (…) Das Telefon wurde die ganze Zeit überwacht. (… ) Überall auf den Straßen befanden sich Überwachungskameras. Man warnte uns davor auszugehen und sagte uns, dass sie immer wüssten, wo wir seien. Wir fühlten uns bedroht und lebten in ständiger Angst.“

Folter mit Elektroschocks, Tod im Gefängnis und Organraub

„Viele Falun-Gong-Praktizierende waren gemeinsam mit uns eingesperrt. Doch manche von ihnen wurden in Isolationshaft genommen. Man hörte ihre Schmerzensschreie aus der Einzelhaft, weil sie gefoltert wurden. (…) Man konnte hören, wie die Elektroschockgeräte zischten, dann die Schreie, es war der reinste Horror.“ (…)

Lijun berichtet weiter, dass es in Shanghai eine sehr standhafte Praktizierende namens Bai Gendi gegeben hatte. Während der letzten zehn Jahre war sie wegen der Verfolgung von Falun Dafa entweder in Arbeitslagern oder in Gefängnissen eingesperrt gewesen. (…) Früher hatte sie ein rundes Gesicht und weiße Haut. “Als ich sie [im Arbeitslager] wieder gesehen habe, sah sie aus wie ein Skelett. Nachdem ich entlassen worden war, ist sie im Gefängnis verstorben.“

Glücklicherweise wurde Lijun nicht Opfer des staatlich organisierten Organraubs. Auch bei ihr wurden Bluttests und körperliche Untersuchungen durchgeführt.

Eine Herzensbotschaft an die Menschen auf der ganzen Welt

„Ich habe mehr als 20 Jahre Verfolgung als Falun-Gong-Praktizierende in China erlebt. Ich finde, das Thema hat nicht genug Aufmerksamkeit von den internationalen Medien erhalten. Die Verfolgung der Praktizierenden, die Werte wie "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht" verinnerlichen, ist auch eine Verfolgung aller gutherzigen Menschen auf der ganzen Welt. Ich hoffe, dass viele das verstehen können und dass sie auch mehr über Falun Gong erfahren.“

Das Foto ist für Pressezwecke honorarfrei zu verwenden. © FDI Österreich

Pressekontakt und Anfragen für Interviews:
Roswitha Wang-Moritz
E-Mail: roswitha.wang-moritz@fldf.eu
Tel.: +43 699 111 048 86

Warum wird Falun Dafa in China verfolgt?
In den 1990er Jahren war Falun Dafa in ganz China sehr beliebt und wurde vom Regime befürwortet. Bereits im Dezember 1993 erhielt Falun Dafa und Meister Li auf der asiatischen Gesundheitsmesse mehrere Auszeichnungen, darunter Auszeichnungen wie „fortschrittliche Grenzwissenschaft“, den „besonderen Gold-Preis“ und „beliebtester Qigong-Meister“. Diese Anerkennung in der Qigong-Gemeinschaft markiert den Beginn des schnellen Wachstums von Falun Dafa in China. Laut Schätzungen der Nationalen Sportkommission Chinas im Februar 1999 praktizierten bis zu 100 Millionen Menschen Falun Dafa, was die Gesundheitskosten des Staates enorm senkte. Die Anzahl der Falun-Dafa-Praktizierenden überstieg somit aber die Anzahl der Mitglieder der kommunistischen Partei Chinas, was für den damaligen Staatschef Jiang Zemin eine Machtbedrohung darstellte und er nicht weiter duldete. So verbot er am 20. Juli 1999 Falun Dafa und eine Verfolgungs- und Verhetzungskampagne begann, die alles bereits dagewesene in den Schatten stellt. Seitdem werden in China Millionen von Menschen die Falun Dafa praktizieren vom Regime inhaftiert, gefoltert, ihrer Organe beraubt und ermordet.

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