Nachrichten über Falun Dafa und die Verfolgung in China

Tochter wollte Vater aus China retten - Ausreise in letzter Sekunde verweigert

Danielle Wang mit ihrem Vater Zhiwen Wang in China.Foto: Zur Verfügung gestellt von Danielle Wang
Danielle Wang mit ihrem Vater Zhiwen Wang in China.Foto: Zur Verfügung gestellt von Danielle Wang

Wang Zhiwen, ein 67jähriger Ingenieur aus Peking, wurde am 9. August 2016 trotz gültiger Reisepapiere an der Ausreise aus der VR China gehindert. Seine in den USA lebende Tochter versucht alles, um ihn aus den Fängen der KP Chinas zu retten.

Wang ist einer der bekanntesten Falun Gong-Praktizierenden Chinas, er hatte in den 90er Jahren vielen Interessierten die Übungen beigebracht. Als am 20. Juli 1999 die Verfolgung unter Jiang Zemin begann, wurde er in Peking festgenommen und in einem Schauprozess, der landesweit im Fernsehen übertragen wurde, am 27. Dezember zu 16 Jahren Haft verurteilt. Nach jahrelangem Martyrium aus Folter und Gehirnwäsche wurde Wang am 18. Oktober 2014 vorzeitig entlassen, jedoch wurde er unter Hausarrest gestellt und streng überwacht.

Seine Tochter beschloss, ihn zu sich in die USA zu holen und flog mit ihrem Mann nach China. In den wenigen Wochen, die Danielle in China verbrachte, um die Ausreise ihres Vaters vorzubereiten, erlebten sie und ihr Mann die riesige Drohkulisse, die das KP-Regime gegen einen einzelnen Menschen aufzufahren bereit ist. Weil in der Wohnung ihres Vaters vier Videokameras installiert waren, die ihn ständig filmten, traf sie ihn nur außerhalb. Und egal was er tat, immer standen zwei Bewacher neben ihm. Diese Bewacher galt es abzuschütteln. Danielle kam auch ganz überraschend nach China: Weil sie wusste, dass das Telefon abgehört wurde, hatte sie nach der Freilassung nur selten mit ihrem Vater telefoniert und ihm kein Sterbenswort von ihrem Plan erzählt.

Es gelang den dreien, ohne Verfolger ins 2.000 Kilometer entfernte Guangzhou zu fahren, um im dortigen US-Konsulat die Formalitäten zu erledigen. Soweit klappte alles. Doch als sie schließlich mit ihrem Vater am Flughafen angekommen waren, zerschnitt ein Mitarbeiter des Zollamts den Pass mit der Begründung, das ‘Büro für öffentliche Sicherheit‘ habe das Dokument für ungültig erklärt. Damit war die Befreiung gescheitert. Danielle war einem Zusammenbruch nahe. Sie und ihr Mann mussten schleunigst in die USA zurückkehren und den Vater seinem Schicksal überlassen. 

Bei einer Kundgebung in New York berichtete Danielle Wang, dass sie jeden Abend vergeblich versuche, ihren Vater telefonisch zu erreichen. Auch Alex Neve, der Vorsitzende von Amnesty International Kanada ist beunruhigt. Er sagte, die Mitglieder der China League, einer Vereinigung von Menschenrechtsorganisationen, seien wegen Wang Zhiwens Situation sehr besorgt und hätten an die kanadische Regierung appelliert.

Sie möge ihm ihre Hilfe anbieten und die chinesische Regierung dringend aufzufordern, das Reiseverbot aufzuheben.

Auch die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) in Deutschland fordert in einer Stellungnahme die chinesische Regierung dazu auf, Wang Zhiwen unverzüglich die Ausreise zugewähren. 
Weltweit protestieren Angehörige der Meditationsschule Falun Gong vor chinesischen Botschaften und Konsulaten friedlich gegen die willkürliche Festsetzung von Wang Zhiwen, unter anderem in Washington D.C., New York, Paris, Zürich, Edinburgh, Kopenhagen, Hamburg, Berlin, Mailand und Wien. 

Dies ist nicht das erste Mal, dass die Behandlung Wang Zhiwens außerhalb der Volksrepublik China für Aufsehen sorgt. In einer Anhörung im US-Kongress 
rief bereits im Jahr 2013 der Abgeordnete Christopher Smith die chinesische Führung auf, Wang Zhiwen freizulassen und ihm einen Besuch bei seiner Tochter zu ermöglichen.

Verbleib und Zustand des Dissidenten sind seit seiner ihm verweigerten Ausreise ungeklärt.

Quellen: 
www.epochtimes.de www.de.faluninfo.eu

Karin Fuchsluger

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