Nachrichten über Falun Dafa und die Verfolgung in China

Leben nach der Folter

Nach einem Jahrzehnt Leiden unter grausamer Verfolgung in China hofft eine Familie endlich auf Normalität in New York City

(L-R) Wang Huijuan, Li Fuyao und Li Zhenjun in ihrem Haus in Queens, New York, am 8. Januar 2017. Die Familie entkam 2014 aus China und erhielt nach jahrelanger Folter wegen der Ausübung von Falun Gong Asyl. (Samira Bouaou/Epoch Times)
(L-R) Wang Huijuan, Li Fuyao und Li Zhenjun in ihrem Haus in Queens, New York, am 8. Januar 2017. Die Familie entkam 2014 aus China und erhielt nach jahrelanger Folter wegen der Ausübung von Falun Gong Asyl. (Samira Bouaou/Epoch Times)

NEW YORK - Sie war schon einmal verhört worden, aber diesmal war es noch schlimmer. Auf Wang Huijuan, eine Grundschullehrerin, war ein Preisgeld ausgesetzt. Der Wachposten am Bahnhof würde eine ansehnliche Belohnung dafür bekommen, wenn er sie der Polizei auslieferte.

Über Funk hatte er aufgeregt die innere Sicherheitspolizei gerufen, "Wir haben jemanden gefunden, der Falun Gong praktiziert!", erinnerte sich Wang. Sehr rasch erschienen mehrere Beamte. Sie räumten den Wartebereich des Bahnhofen, bevor sie Wang in ein örtliches Haftzentrum brachten.

Die Wachen hatten Wangs Gepäck durchsucht und Flyer und DVDs gefunden, die die Verfolgung von Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) durch das chinesische Regime aufdeckten und die Propagandakampagne des Staates, die spirituelle Praxis zu verleumden, enthüllten. Die Polizei wollte von ihr wissen, von wem sie dieses Material bekommen hatte und wo es hergestellt wurde.

Im Haftzentrum wehrte sie sich so sehr, dass die Beamten sie nicht fesseln konnten. Also schlugen sie ihren Kopf gegen die Wand und schlugen mit einem Lineal aus Metall, welches auf einem in der Nähe stehenden Schreibtisches lag, auf ihren Kopf und ihr Gesicht ein.

"Überall war Blut. Meine Nase und mein Mund bluteten, und sie zerschmetterten meine beiden Trommelfelle", sagte Wang, die jetzt in New York lebt (sie trägt ein Hörgerät).

"Ich dachte damals: Selbst wenn ich sterbe, werde ich die Namen der anderen nicht preisgeben”, erzählte sie dem Übersetzer. "Und ich werde meinen Glauben nicht verleumden."

Aber der Preis war hoch.

Die nächsten sieben Jahre verbrachte sie getrennt von ihrem Ehemann und ihrer kleinen Tochter im Gefängnis. Wang ertrug Gehirnwäsche, Verhöre, Schläge, Zwangsernährung, Schlafentzug und psychologische Folterungen.

"Sie bezeichneten das alles mit "Umerziehung"- was darauf abzielt, dass man eine Erklärung unterschreiben soll, dass du nicht mehr Falun Dafa praktizieren wirst", sagte Wang. "Wenn du der Umerziehung nicht zustimmst, lassen sie dich deine Familie nicht sehen, oder du wirst gefeuert, oder deine Kollegen werden in Schwierigkeiten geraten, oder die Polizisten werden bestraft. Sie müssen ihre Quoten erfüllen.”

Und wenn du diese Verzichtserklärung unterschreibst, ist das nicht das Ende der psychischen Folter; du wirst dann dazu benutzt, um dabei zu helfen andere Praktizierende “umzuerziehen”.

(Von hinten nach vorne) Li Zhenjun, Li Fuyao und Wang Huijuan meditieren am 8. Januar in Queens in ihrem Haus. Sie alle haben noch Momente, in denen sie nicht glauben können, dass sie wirklich frei sind und wieder zusammen sind. (Samira Bouaou/Epoch Times)
(Von hinten nach vorne) Li Zhenjun, Li Fuyao und Wang Huijuan meditieren am 8. Januar in Queens in ihrem Haus. Sie alle haben noch Momente, in denen sie nicht glauben können, dass sie wirklich frei sind und wieder zusammen sind. (Samira Bouaou/Epoch Times)

Als die Verfolgung begann

Wang und ihr Ehemann Li waren während eines Zeitraums von zehn Jahren ständig in Zwangsarbeitslagern, Gehirnwäsche-Einrichtungen und Gefängnissen, einfach weil sie sich weigerten, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben.

Als das Paar 1998 anfing zu praktizieren, unterstützte das chinesische Regime Falun Gong, was auf den Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht basiert. Nach eigenen Schätzungen des Regimes praktizierten mehr als 70 Millionen Bürger, und das staatliche Sportministerium meldete enorme Verbesserungen in Bezug auf Gesundheit und Moral. Die Parks waren überfüllt mit Menschen, die morgens die Übungen und die Meditation machten.

Aber der Kommunismus befürwortet den Atheismus, und die große Anzahl von Falun Gong-Anhängern erfüllte den damaligen Chef der Kommunistischen Partei, Jiang Zemin, mit Angst.

Jiang ließ am 20. Juli 1999 eine landesweite Verfolgungskampagne starten mit der Mission, "den Ruf von Falun Gong vollständig zu zerstören, Falun Gong-Praktizierende finanziell zu ruinieren und Falun Gong innerhalb von drei Monaten auszurotten", so das Falun Dafa Informationszentrum, eine New Yorker NGO, die Nachforschungen zur Verfolgung betreibt.

Jiang führte eine außergerichtliche Polizeieinheit namens "Büro 610" ein, welche den ausdrücklichen Auftrag hatte, seinen Plan auszuführen. Und in jeder Fabrik, jeder Schule und auf jedem staatlichen Arbeitsplatz wurde ein Beamter beauftragt sicherzustellen, dass die gesamte Bevölkerung der Parteilinie folgt.

Amnesty International sagte, die Verfolgung sei politisch motiviert. "Und die überwiegende Mehrheit seiner Opfer sind gewöhnliche Menschen, die ihre Grundrechte auf Glaubens-, und Meinungsfreiheit friedlich ausgeübt haben", heißt es in einer Erklärung vom März 2000.

Gestohlene Kindheit

(L-R) Wang Huijuan, Li Fuyao und Li Zhenjun in der Stadt Tianjin, China, 1995, drei Jahre bevor sie begannen, Falun Gong zu praktizieren. (mit freundlicher Genehmigung von Li Zhenjun)
(L-R) Wang Huijuan, Li Fuyao und Li Zhenjun in der Stadt Tianjin, China, 1995, drei Jahre bevor sie begannen, Falun Gong zu praktizieren. (mit freundlicher Genehmigung von Li Zhenjun)

Fuyao war erst 6 Jahre alt, als ihre Eltern zum ersten Mal in Chinas Zwangsarbeitslager-System gebracht wurden.

"Ich war verwirrt, ich habe nicht verstanden, was passiert ist", sagte Fuyao, die jetzt 24 ist und in New York lebt. "Aber ich wusste, dass meine Eltern nichts Unrechtes taten, indem sie an ihrem Glauben festhielten."

Die Entschlossenheit des kleinen Mädchens wurde auf allen Ebenen getestet. Ihre Klassenkameraden mieden sie und spuckten in der Grundschule in ihre Bücher, während die Lehrer dabei zusahen; ihre Eltern waren kaum da; und ihre einzige konstante Bezugsperson war ihre Großmutter, die sich große Sorgen um ihren Sohn und ihre Schwiegertochter machte.

Aber weder Wut noch Groll sind an ihrem Verhalten zu erkennen. Sie sagte, sie wusste die ganze Zeit, dass ihre Eltern keine Verbrechen begangen hätten.

"Ich habe großen Respekt vor dem, was sie getan haben und was sie ertragen mussten", sagte Fuyao.

Wang sagte, ihr Herz schmerze immer noch, wenn sie an die Trennung von ihrer Tochter denke. "Nachdem ich gefasst wurde, machte ich mir große Sorgen um meine Tochter - sie ist so jung, wie wird sie sich all dem stellen?"

Wang erinnerte sich, einmal als Fuyao sie besuchte, fragte sie sie: "Möchtest du lieber, dass ich mich umerziehen lasse und nach Hause komme oder zu meinem Glauben stehe und nicht gegen mein Gewissen handle? Wenn ich die Wahrheit sage, werden sie mich hier behalten. "

Wang sagte: "Ich habe geweint und sie hat mir die Tränen weggewischt und gesagt - Mama, du musst aufrichtig sein. Du kannst nicht sagen, dass Falun Dafa schlecht ist."

Erzwungene Erklärung

Als er zum ersten Mal aus seiner Heimatstadt Tianjin abreiste um gegen die Verfolgung zu protestieren, war Fuyao's Vater Li innerlich zerrissen. Es war Oktober 1999 und der Platz des Himmlischen Friedens war wegen seiner Nähe zum Regierungsgebäude der wichtigste Ort, um zu protestieren – und auch wegen des Gedenkens an das Studentenmassaker von 1989.

"Am Morgen umarmte ich umarmte meine Tochter, weinte und dachte, dass es das letzte Mal sein könnte, dass ich sie sah", sagte Li, der ein erfolgreicher Fernsehmoderator war.

Er kannte die Risiken eines friedlichen Protests - seit Juli 1999 waren Zehntausende von Falun-Dafa-Praktizierenden verhaftet und in Zwangsarbeitslagern und Gehirnwäschezentren gebracht worden. Er hatte schreckliche Geschichten über Folter und Tod gehört.

Aber er hatte auch sein eigenes Wunder durch das Praktizieren erfahren. Er hatte eine chronische Hepatitis B, und im Juli 1998 wurde ihm gesagt, dass er unheilbar krank sei. Er fing an, die Falun Gong-Übungen zu machen und den Lehren zu folgen, und Li sagte, dass sein Körper nach ein paar Wochen stark und gesund geworden war. Das war vor fast 18 Jahren.

Das hat seine Entscheidung, auf den Platz des Himmlischen Friedens zu gehen, erleichtert. "Falun Dafa hatte mir eine zweite Chance gegeben und es sollte in China frei zu praktizieren sein", sagte Li. "Wenn ich mich nicht dafür ausspreche, wer dann? Aber trotzdem dachte ich, als ich zum Platz des Himmlischen Friedens ging, dass ich wahrscheinlich getötet werde. "

Als er einen Fuß auf den Platz setzte wurde er sofort verhaftet, und einige Tage später wurde Li zu drei Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt. Es gab keinen Richter und keine Justiz, sondern nur einen Polizisten, der die Verurteilung von einem Papier las. Li hatte keine Verbrechen begangen, keine Anklage wurde erhoben, und es gab keine Möglichkeit, Berufung einzulegen. Er wurde jahrelang unrechtmäßig eingesperrt, nur weil er Falun Gong praktizierte.

"Ich war ein guter Bürger. Das ergab keinen Sinn ", sagte er.

Li Zhenjun erzählt am 2. Januar 2017 in Manhattan, New York, seine Geschichte von Verfolgung in China. (Samira Bouaou/Epoch Times)
Li Zhenjun erzählt am 2. Januar 2017 in Manhattan, New York, seine Geschichte von Verfolgung in China. (Samira Bouaou/Epoch Times)

Sein Kopf war rasiert worden, er bekam ein marineblaues Gefängnisgewand, und ihm wurde eine obere Koje in einem winzigen Raum mit sechs Etagenbetten zugewiesen. Es gab keine Matratzen; Die Gefangenen schliefen direkt auf den Holzlatten und hatten nur eine Decke, wenn ihnen ihre Familie eine schickte.

"Weil es dunkel und feucht war, entwickelten die meisten Menschen Krätze oder Striemen", sagte Li. "Nachts konntest du die Latten mit der Hand abwischen und mehrere Bettwanzen töten."

Jeden Morgen mussten sie ihre Decken weglegen und ihre Betten ganz genau mit schneeweißen Laken und grünen Decken machen, die die Wachen bereitstellten. Es war verboten, auf diesen Decken zu sitzen oder zu liegen - sie waren nur zur Schau, falls Besuch von Regierungsbeamten käme.

Das Essen war schrecklich.

"Das Gemüse war verfault. Sie haben es einfach ungewaschen in einen Topf geworfen und gekocht ", sagte er. "Der Reisbrei wurde mit Leitungswasser gemischt und enthielt kaum Reis." Bis heute kann Li keine Auberginen und Karotten essen. Er bekam täglich fünf Dampfbrötchen, die oft Rattenkot enthielten. "Die am Morgen und am Abend waren verbrannt. Die zum Mittagessen waren etwas heller", erinnerte er sich.

Li verbrachte mehr als zwei Jahre 16 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, um Erinnerungsfußbälle für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2002 zu nähen - unbezahlt, hungernd und gefoltert.

Er musste vier Bälle pro Tag fertigstellen, egal wie. Die Bälle benötigten jeweils etwa 1.800 Stiche und hatten 32 Felder, die aus 20 sechseckigen und 12 fünfeckigen Feldern bestanden. Seine Finger waren oft infiziert von den Giftstoffen des Kunstleders, Blut und Eiter sickerten aus ihnen heraus, besonders wenn er sich versehentlich mit der Nadel stach.

"Wir haben von 6 Uhr früh bis mindestens 22 Uhr gearbeitet", sagte Li. "Ich wurde als jemand betrachtet, der relativ schnell arbeitete; Leute, die nicht fertig waren, wurden geschlagen."

Als er zum ersten Mal verhaftet und inhaftiert wurde, wurde Li Zhenjun während der Verhöre einer Foltermethode namens
Als er zum ersten Mal verhaftet und inhaftiert wurde, wurde Li Zhenjun während der Verhöre einer Foltermethode namens "Flugzeug" ausgesetzt. Nachdem er mehr als eine halbe Stunde diese Position gehalten hatte, trat ein Polizist Li zu Boden und schlug ihn weiter. (minghui.org)

Schläge wurden oft von anderen Insassen ausgeführt (normalerweise von den gemeinsten, sagte Li), die sich gerne mit den Wärtern zusammentaten. In Lis Fall war es ein Gefangener, der dafür verurteilt worden war, seit Jahren eine Person in seinem Haus zu versklaven.

Jede Nacht nach der Arbeit mussten Li und die anderen Falun-Dafa-Praktizierenden zwei Stunden lang auf kleinen Hockern gebeugt sitzen und auf den Boden schauen. Wenn sie sich auch nur ansahen, wurden sie geschlagen.

Ihm wurde gesagt, dass er von diesen "Lernsitzungen" ausgenommen wäre, wenn er eine Erklärung schreiben würde, dass er aufhören würde, Falun Gong zu praktizieren. Einige Monate nach seiner Verhaftung, erschöpft und hoffnungslos, tat er es.

"Aber ich fühlte mich schrecklich", sagte Li. "Bevor ich es schrieb, war es körperliche Folter; nachdem ich es geschrieben habe, war es eine moralische, psychische Folter."

Nicht lange danach widerrief er seine Aussage und bat einen Polizisten, ihm die Erklärung zurückzugeben. Dieser lehnte ab und er wurde extra bestraft. Aber die psychische Belastung fiel ab dieser Zeit weg.

Fuyao sah ihren Vater nur zweimal im Jahr. Durch Glas getrennt und durch ein Telefon sprechend ermutigte sie ihn weiterzumachen.

"Fuyao schrieb mir oft Briefe und sagte: "Du must an deinen Werten festhalten", sagte Li.

Li wurde nach seiner ersten Haftstrafe entlassen, aber 18 Monate später wurde er erneut verhaftet und für vier Jahre eingesperrt.

Auswirkungen auf eine Nation

Die Anzahl der Familien, die direkt von der Verfolgung in China betroffen sind, ist schwer zu schätzen, sagte Levi Browde, Sprecher des Falun Dafa Informationszentrums.

Im Jahr 1999, als die Verfolgung begann und 70 Millionen bis 100 Millionen Menschen praktizierten, wurde jeder 13. Mensch zum "Staatsfeind", schrieb Browde per E-Mail.

"Wenn Sie ein Dreizehntel der gesamten Bevölkerung nehmen, sie verunglimpfen und ihre Familien gegen sie stellen, welchen Einfluss hat das? Es ist katastrophal", sagte er.

Für das chinesische Regime ist es eine übliche Technik, Familienmitglieder zu zwingen, sich gegeneinander zu wenden, sagte Browde. Es gewährleistet das ultimative Ziel -die Kontrolle über Menschen- durch Angst zu bekommen. Diese Methode wurde während der Kulturrevolution in den 60er und 70er Jahren perfektioniert.

"In gewisser Weise ist die Verfolgung von Falun Gong nur die jüngste Anstrengung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), die Herzen und Gedanken der Menschen beherrschen zu wollen", sagte Browde.

Er gab eine Erklärung ab, warum Eltern sich dazu entschließen, weiterhin Falun Gong zu praktizieren und nicht einfach aufhören um ihre Familien zusammenzuhalten:

"Falun Gong ist grundlegend für das, was sie spirituell sind, also forderst du sie auf, ihren Geist zu töten. Außerdem werden sie nicht völlig in Ruhe gelassen, wenn sie "entsagen". Häufig müssen sie der KPCh beitreten, indem sie andere "konvertieren" ... also geht es darum, aufzugeben, wer sie sind."

Nach dem Gefängnis

(L-R) Li Zhenjun, Li Fuyao und Wang Huijuan am Mount Tai in der Provinz Shandong, China, am 17. Dezember 2011. (mit freundlicher Genehmigung von Li Zhenjun)
(L-R) Li Zhenjun, Li Fuyao und Wang Huijuan am Mount Tai in der Provinz Shandong, China, am 17. Dezember 2011. (mit freundlicher Genehmigung von Li Zhenjun)

Die Familie wurde schließlich im Jahr 2009 wiedervereinigt, nachdem Wang freigelassen wurde; Li war seit November 2006 entlassen, und Fuyao war jetzt 14.

Wang konnte nicht zu ihrer Arbeit als Schullehrerin zurückkehren und Li war nach seiner ersten Verhaftung aus seiner Position als Nachrichtensprecher enthoben worden.

Sie begannen mit einem Hochzeitsplanungsgeschäft und der Laden diente ihnen als Ort, um den Menschen ihre Geschichte über die Verfolgung zu erzählen und der Anti-Falun Gong Propaganda des Staates entgegenzuwirken, die jeder in China in den staatlichen Medien gesehen hatte.

"Der einzige Grund, warum wir nicht ins Gefängnis zurückgeschickt wurden, war, dass der Leiter des örtlichen Sicherheitsbüros ein alter Freund der Familie war und er wusste, dass mein Mann und ich nett waren", sagte Wang. "Er hat uns beschützt, aber seine Vorgesetzten haben ihn immer wieder unter enormen Druck gesetzt, uns zu verfolgen."

Wang sagte, die Gründe zur Entscheidung China zu verlassen, war zum einen Teil, dass ihr Freund weiter kompromittiert würde und zum anderen Teil, dass ihre Familie in Sicherheit wäre.

"In meinem Herzen habe ich immer Angst davor, dass meine Familie wieder zerbrechen könnte. Wir waren immer besorgt, dass die Polizei bei uns anklopft; besorgt darüber, dass andere Familienmitglieder verhaftet werden; besorgt darüber, dass unsere Tochter verhaftet wird", sagte sie.

Freiheit erlangen

Wang Huijuan zeigt Respekt gegenüber dem Gründer von Falun Gong in ihrem Haus in Queens, in New York, am 8. Jänner 2016. Sie ist mit ihrem Mann und ihrer Tochter 2014. aus China geflüchtet. Nach jahrelangen Folter wegen dem Praktizieren von Falun Gong bekammen sie Asyl in den Vereinigten Staaten. (Samira Bouaou / Epoch Times)
Wang Huijuan zeigt Respekt gegenüber dem Gründer von Falun Gong in ihrem Haus in Queens, in New York, am 8. Jänner 2016. Sie ist mit ihrem Mann und ihrer Tochter 2014. aus China geflüchtet. Nach jahrelangen Folter wegen dem Praktizieren von Falun Gong bekammen sie Asyl in den Vereinigten Staaten. (Samira Bouaou / Epoch Times)

Im Jahr 2014 sahen sie eine Chance zu fliehen und Asyl in Amerika zu suchen.

Das größte Herzklopfen kam, als sie sich im Passamt bewarben. In einem der letzten Schritte gaben sie ihre Fingerabdrücke ab, die in den Computer eingegeben wurden.

"Die Beamten erstarrten und sahen sich an", sagte Li. "Dann hat der Beamte einen Anruf getätigt und wer auch immer am anderen Ende der Leitung war, er sagte ihnen, dass sie unsere Pässe genehmigen sollten."

Sie kamen am 15. Juli 2014 in Amerika an.

"Als wir auf amerikanischen Boden kamen, verflüchtigten sich all unsere Ängste; unsere Sorgen und Beunruhigungen waren weg. Wir verspürten endlich Frieden", sagte Wang. "Aber das psychische Trauma ist sehr schwer zu lösen, und während ich die frische Luft atme und meine Rechte und Glaubensfreiheit hier genieße, kann ich nicht anders, als ein schweres Herz für meine Mitbürger in China zu haben."

Li Fuyao zeigt ihre Meditationspraxis in ihrem Haus in Queens, in New York, am 8. Jänner 2016. Sie ist mit ihren Eltern  2014. aus China geflüchtet. Nach jahrelangen Folter wegen dem Praktizieren von Falun Gong bekammen sie Asyl in den Vereinigten Staaten. (Samira Bouaou / Epoch Times)
Li Fuyao zeigt ihre Meditationspraxis in ihrem Haus in Queens, in New York, am 8. Jänner 2016. Sie ist mit ihren Eltern 2014. aus China geflüchtet. Nach jahrelangen Folter wegen dem Praktizieren von Falun Gong bekammen sie Asyl in den Vereinigten Staaten. (Samira Bouaou / Epoch Times)

Die Familie erfuhr, dass am 7. Dezember 2016 in ihrer Heimatstadt Tianjin 20 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet worden waren.

Wang sagte, sie habe sofort die lokalen Haftzentren angerufen, um sie freizulassen.

"Ich kenne einige der Praktizierenden. Ich möchte tun, was ich kann, um sie zu retten, damit sie nicht ertragen müssen, was ich erlitten habe", sagte sie.

In New York verbringt sie so viel Zeit wie möglich an beliebten Touristenattraktionen, um den Besuchern aus Festlandchina Informationen über die Verfolgung zu geben.

Wang Huijuan, vor dem Empire State Building in Manhattan in New York, am 12. Jänner 2017, hält ein Plakat im den Händen, um den chinesischen Touristen zu helfen, die Wahrheit über die Verfolgung von Falun Gong in China zu verstehen. (Samira Bouaou / Epoch Times)
Wang Huijuan, vor dem Empire State Building in Manhattan in New York, am 12. Jänner 2017, hält ein Plakat im den Händen, um den chinesischen Touristen zu helfen, die Wahrheit über die Verfolgung von Falun Gong in China zu verstehen. (Samira Bouaou / Epoch Times)

Li, jetzt 45, arbeitet bei NTD Television -ein Schwestermedium der Epoch Times- die unzensurierte Nachrichten und Programme über China auf der ganzen Welt über Satellit auf das Festland sendet. Das ist der perfekte Beruf für ihn.

Fuyao trat in die Fußstapfen ihres Vaters, indem sie Rundfunk und Sprechtechnik lernte. Sie arbeitet bei NTD als Nachrichtensprecherin.

"Immer wenn ich an Nachrichten über die Verfolgung von Falun Gong in China arbeite, sind die Bilder herzzerreißend anzusehen; Sie bringen so viele schmerzhafte Erinnerungen zurück ", sagte Fuyao. "Aber gerade weil diese schrecklichen Dinge geschehen, haben wir die Verantwortung, sie zu veröffentlichen."

Sie hat letztes Jahr geheiratet, und die vier leben in einer bescheidenen Wohnung in Queens, New York. Es ist ein glückliches Zuhause. Wang streicht Fuyao die Haare aus dem Gesicht; Li und Wang halten sich kurz an den Händen; sie blicken sich immer noch erstaunt an, als könnten sie das alles nicht glauben.

Li Zhenjun, Li Fuyao und Wang meditieren in ihrem Haus in Queens, New York. (Samira Bouaou / Epoch Times)
Li Zhenjun, Li Fuyao und Wang meditieren in ihrem Haus in Queens, New York. (Samira Bouaou / Epoch Times)

Aber die schmerzhaften Erinnerungen sind nie weit weg.

Wang versucht zu erklären: "Manchmal, wenn ich allein über meine Erfahrungen im Gefängnis nachdenke, weiß ich, dass ich nicht überlebt hätte, wenn ich nicht Falun Dafa praktiziert hätte. Dieser Schmerz, es ist nicht nur körperlich, es ist eine andere Art von Schmerz.

"Du bist kein schlechter Mensch, du willst dich sogar zu einem noch besseren Menschen entwickeln, aber das Regime wendet die barbarischsten und bösesten Wege, - die gute Menschen sich nicht einmal vorstellen können - an diesen Falun-Gong-Praktizierenden an, an ihrer Psyche an, um sie von Grund auf zu zerstören-nicht körperlich, aber psychisch macht es dich verrückt, so dass du keine Hoffnung auf Leben hast."

Ein Falun-Gong-Praktizierender stirbt laut dem Falun Dafa-Informationszentrum alle drei Tage in Polizeigewahrsam - und das gilt nur für die verifizierten Fälle.

Irene Luo hat zu diesem Bericht beigetragen.
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Es wird geschätzt, dass der Kommunismus mindestens 100 Millionen Menschen getötet hat, aber seine Verbrechen wurden noch nicht vollständig zusammengestellt und seine Ideologie besteht immer noch. Epoch Times versucht, die Geschichte und den Glauben dieser Bewegung aufzudecken, die seit ihrer Entstehung eine Quelle von Tyrannei und Zerstörung war.

Der Originalartikel von The Epoch Times kann hier gelesen werden: http://www.theepochtimes.com/n3/2213514-life-after-torture

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