"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Teilnehmer:innen der heutigen Kundgebung!
Ich danke Ihnen für die Einladung, heute ein Statement anlässlich des 34. Jahrestages der Verbreitung von Falun Dafa zu übermitteln. Auch wenn ich heute nicht persönlich am Stephansplatz sein kann, ist es mir wichtig, meine Unterstützung für Ihr Anliegen, den Schutz der Menschenrechte und der menschlichen Würde, klar zum Ausdruck zu bringen.
Die Werte, die Sie heute in den Mittelpunkt stellen, Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, sind weit mehr als eine private Überzeugung. Es sind universelle Prinzipien der Menschlichkeit, die als Fundament für jedes friedliche Zusammenleben dienen sollten. In einer Zeit globaler politischer Spannungen ist das Eintreten für ein respektvolles und gewaltfreies Miteinander wichtiger denn je.
Mein politisches Engagement gilt seit jeher der Unteilbarkeit der Menschenrechte. Niemand darf aufgrund seiner Weltanschauung oder der damit verbundenen friedlichen Lebensweise diskriminiert, verfolgt oder misshandelt werden. Bereits im Jahr 2006 habe ich eine parlamentarische Anfrage zum damals bekannt gewordenen, grausamen Verdacht des Organraubs an inhaftierten Falun-Gong-Praktizierenden in China im österreichischen Nationalrat eingebracht. Es ist zutiefst erschütternd, dass wir auch heute noch über schwere Menschenrechtsverletzungen, Folter und transnationale Repression sprechen müssen.
Für mich steht fest: Der Schutz der körperlichen Unversehrtheit und die Freiheit, seine Überzeugungen ohne Angst vor Verfolgung leben zu können, sind nicht verhandelbar. Wo der Staat die Rechte des Einzelnen mit Füßen tritt, ist die internationale Gemeinschaft gefordert, hinzusehen und lautstark für die Betroffenen einzutreten.
Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz gegen Unterdrückung und für die Wahrung der menschlichen Würde. Ich wünsche Ihrer Kundgebung viel Aufmerksamkeit und sende Ihnen meine solidarischen Grüße!“