imagewide(1, "Sitzfolter Folternachstellung Foto: minghui.org)
(Minghui.org) Anmerkung der Redaktion: Dies ist der persönliche Bericht einer Falun-Dafa-Praktizierenden über ihre Misshandlungen aufgrund ihres Glaubens. 2014 wurde sie zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, 2015 verlor sie ihre Arbeit. Das Sozialversicherungsamt löschte ihre 30-jährige Dienstzeit von ihrem Rentenkonto.
Im Dezember 2022 wurde sie zu weiteren dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und in das Frauengefängnis der Provinz Sichuan im Bezirk Longquanyi in Chengdu eingeliefert. Dort wurde sie mit verschiedenen Methoden misshandelt. Am 19. November 2024 brach sie sich das linke Handgelenk, als sie während einer Strafarbeit stolperte und stürzte, da man sie zur Eile angetrieben hatte. Sie wurde nach ihrer Freilassung für einen Zeitraum von fünf Jahren unter Überwachung gestellt. Außerdem verbot man ihr, Sozialhilfe zu beantragen und setzte zugleich ihre Rente aus. Sie hat in der linken Hand nicht einmal mehr genug Kraft, um einen kleinen Topf zu heben.
Im Folgenden schildere ich meine Erfahrungen im Gefängnis, um das kommunistische Regime, das gesetzestreue Bürger nur wegen ihres Glaubens an Falun Dafa ins Visier nimmt, abermals anzuprangern.
Strenge Aufsicht
Rund um die Uhr überwacht
Im Dezember 2022 wurde ich wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und am 31. August 2023 in das Frauengefängnis der Provinz Sichuan eingeliefert. Dort wies man mich nicht dem Team für neu aufgenommene Häftlinge zu, sondern direkt der fünften Abteilung mit strenger Aufsicht.
Zwei Gefangene wurden angewiesen, mich rund um die Uhr zu überwachen. Eine von ihnen war Long Qingmei, eine Schwerverbrecherin mit Universitätsabschluss, die wegen Veruntreuung von Geldern der Krankenversicherung verurteilt worden war. Die andere war Huang Xiaoyan, die einen Berufsschulabschluss hatte und wegen Drogenhandel einsaß. Ich befand mich Tag und Nacht in Einzelhaft und musste dort essen, schlafen und meine Notdurft verrichten.
Physische Misshandlung
Ich wurde gezwungen, in militärischer Haltung auf einem kleinen, runden Hocker von 20 cm Höhe und 20 cm Durchmesser zu sitzen. Das lange regungslose Sitzen war unerträglich und führte an meinem Gesäß zu Vereiterungen. Manchmal musste ich stundenlang stehen oder in der Hocke verharren. Ohne die Erlaubnis der Aufseher durfte ich mich nicht bewegen. Während dieser Art Folter, welche die Wärterinnen als „Übungen“ bezeichneten, brach ich mehrmals zusammen.
Gehirnwäsche-Verfahren
Um eine hundertprozentige „Umerziehungsrate“ zu erreichen, entwickelte die Erziehungsabteilung ein ausgeklügeltes Gehirnwäscheverfahren, das von der Aufnahme bis zur Freilassung reichte. In der ersten Woche nach ihrer Ankunft wurden die Praktizierenden gezwungen, Propagandamaterialien zu lesen, die Falun Dafa und seinen Begründer verleumdeten. Am Ende der Woche wurden ihnen außerdem befohlen, vier vorbereitete Garantieerklärungen zu unterzeichnen, in denen sie Falun Dafa abschwören und verurteilen.
Willkürliche Regeln, die Grundrechte verweigerten
Die eindringlichste Botschaft bei Gefängnisversammlungen, ob größere oder kleinere, lautete: „Ihr müsst euch darüber im Klaren sein, dass ihr Kriminelle seid und euren Platz im Gefängnis kennt.“ Wir hatten kein Recht, unsere Meinung zu äußern, und wurden wie in einer Ausbeuterfabrik missbraucht, um Geld für das Gefängnis zu verdienen. Die Wärterinnen stellten willkürlich Regeln auf, um uns zu schikanieren.
Extrem harte Arbeit zur maximalen Ausbeutung
Ständige Hektik
„Schnell, schnell, schnell!“ war der Befehl, den wir ständig hörten, während das Gefängnis unsere Zwangsarbeit maximal ausnutzte. Die „Gruppe für gegenseitige Überwachung“ setzte sich oft aus Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Ältere Insassinnen hatten Mühe, mitzuhalten, und wurden von den jüngeren Gruppenmitgliedern schikaniert.
Am Morgen des 19. November 2024 sammelte unsere Gruppe im Rahmen einer einmonatigen Strafe gerade den Müll ein, als die zu unserer Überwachung abgestellte Insassin uns drängte, uns zu beeilen, da wir uns bald für die Werkstatt aufstellen müssten. Eilig sammelten wir den Müll auf. Ich stolperte, stürzte zu Boden und verletzte mich am linken Handgelenk.
Mein Handgelenk war an zwei Stellen gebrochen, und das distale und radiale Ende waren ausgekugelt. Die Gefängnisärzte konnten meine Knochen nicht wieder einrenken und garantierten mir eine Genesung von maximal 70 Prozent. Bis heute bin ich nicht in der Lage, mit der linken Hand einen kleinen, leeren Topf zu heben. Das Gefängnis weigerte sich, die Verantwortung für meine Verletzung zu übernehmen.
Verlängerte Arbeitszeiten und erhöhte Arbeitsbelastung
Wir mussten täglich mehr als zehneinhalb Stunden arbeiten, was die gesetzliche Höchstgrenze bei Weitem überstieg.