Nachrichten über Falun Dafa und die Verfolgung in China

06.05.2026 |

Graphika findet Belege für mit China verbundene transnationale Repression gegen Falun Gong und Shen Yun

Bei den Angriffen auf Falun Gong und Shen Yun handelt es sich nicht um vereinzelte Online-Schmähungen, sondern um ein systematisch aufgebautes Desinformations- und Einflussnetzwerk mit deutlichen Verbindungen nach China. Laut der zugrunde liegenden Untersuchung von Graphika wurden 43 Domains und 37 Subdomains identifiziert, die sich als bekannte westliche Medien wie New York Times, The Guardian oder Wall Street Journal ausgaben, um pro-pekingfreundliche Narrative und gezielte Diffamierungen zu verbreiten. Diese gefälschten Medienseiten veröffentlichten unter anderem Inhalte gegen Falun Gong, Shen Yun und Li Hongzhi und wurden anschließend durch koordinierte, mutmaßlich mit Spamouflage/Dragonbridge verbundene Accounts auf westlichen Plattformen verstärkt.

Besonders alarmierend ist, dass Graphika nicht nur inhaltliche Überschneidungen, sondern auch technische Verbindungen zu chinesischer Infrastruktur dokumentiert: gemeinsame IP-Adressen, Registrierungsdaten und Netzwerke mit Bezügen zu großen chinesischen Technologiefirmen. Die Analyse zeigt zudem, wie chinesische PR- und Marketingfirmen offenbar Inhalte auf solchen täuschend echt gestalteten Seiten platzierten, damit diese später als scheinbar unabhängige internationale Berichterstattung ausgegeben werden konnten. So wird Propaganda „gewaschen“: Sie erscheint nicht mehr als offizielle Parteilinie, sondern als glaubwürdige Stimme aus dem Westen.

Der Kern des Artikels ist größer als der konkrete Fall Falun Gong oder Shen Yun. Er beschreibt ein Muster transnationaler Repression, bei dem autoritäre Akteure die Offenheit demokratischer Gesellschaften ausnutzen, um gezielt Rufschädigung, Manipulation und politische Einflussnahme zu betreiben. Die eigentliche Gefahr liegt nicht nur in den Lügen selbst, sondern darin, dass gefälschte Medienmarken, koordinierte Fake-Accounts und manipulierte Informationsräume das Vertrauen in freie Öffentlichkeit, Religionsfreiheit und demokratische Institutionen untergraben. Der Fall zeigt damit exemplarisch, wie moderne Diktaturen versuchen, Verfolgung über ihre eigenen Grenzen hinaus zu exportieren — mitten in die Informationsräume freier Länder.

Vollständiger Artikel

Die künstlerische Freiheit verteidigen

Foto: shenyunperformingarts.org
Foto: shenyunperformingarts.org

Eine gezielte Sabotagekampagne mit zahlreichen Drohungen – darunter Bombendrohungen – richtet sich gegen Shen Yun und zielt darauf ab, Aufführungen zu verhindern und kritische Inhalte zu unterdrücken. Die Drohungen werden mit Akteuren aus China in Verbindung gebracht und führten zur Absage von Vorstellungen.

Im Mittelpunkt steht der Versuch, die Verbreitung traditioneller chinesischer Kultur sowie die Thematisierung der Verfolgung von Falun Gong zu verhindern. Diese Maßnahmen erscheinen als Teil einer umfassenderen Strategie, Informationen zu kontrollieren und kritische Stimmen auch im Westen zum Schweigen zu bringen.

Damit steht nicht nur eine Theaterproduktion, sondern die künstlerische Freiheit insgesamt auf dem Spiel. Wenn Einschüchterung Erfolg hat, entsteht die Gefahr, dass autoritäre Einflüsse bestimmen, welche Inhalte in freien Gesellschaften gezeigt werden dürfen.

Quelle

Diesen Artikel teilen: