Mit einer zweitägigen Veranstaltungsreihe machten Falun-Dafa-Praktizierende am 28. und 29. August in Wien auf die seit 1999 andauernde Verfolgung von Falun Gong in China aufmerksam. Die Europäische Tian Guo Marching Band gab am Freitagabend ein Konzert am Stephansplatz, gefolgt von einer stillen Mahnwache im Gedenken an die Opfer der Verfolgung. Am Samstag zog eine große Parade durch die Wiener Innenstadt bis zur Mariahilfer Straße und informierte tausende Passanten über die Menschenrechtsverletzungen des chinesischen Regimes.
Die Veranstaltungen standen unter dem Motto, das Bewusstsein für die anhaltende Unterdrückung friedlicher Falun-Dafa-Praktizierender in China zu erhöhen und ein Ende der Verfolgung sowie des staatlich geförderten Organraubs zu fordern.
Musik und stille Mahnwache am Stephansplatz
Am Freitagabend erfüllten die Klänge der Europäischen Tian Guo Marching Band den Stephansplatz. Die rund hundert Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen europäischen Ländern präsentierten traditionelle Märsche und eigens für die Kapelle komponierte Stücke. Viele Besucher blieben stehen, filmten die Aufführung oder suchten das Gespräch mit den Praktizierenden.
Im Anschluss an das Konzert fand eine Mahnwache statt. Kerzen erinnerten an jene Falun-Dafa-Praktizierenden, die in China infolge von Folter, Misshandlung oder Organraub ihr Leben verloren haben. Die stille Atmosphäre mitten im Herzen Wiens berührte zahlreiche Passanten.
Parade durch die Wiener Innenstadt
Am Samstagnachmittag setzte sich die Parade in Bewegung. Angeführt von der Europäischen Tian Guo Marching Band führte der Zug durch die historische Innenstadt und weiter entlang der Mariahilfer Straße – einer der meistbesuchten Einkaufsstraßen Österreichs.
Bunte Transparente mit Botschaften wie „Falun Dafa ist gut“, „Beendet die Verfolgung in China“ und "Stop: Transnationale Repression der Kommunistischen Partei Chinas" wechselten sich mit Übungsdemonstrationen und traditionellen chinesischen Darbietungen, chinesischem Drachen und Löwen ab. Entlang der Strecke nahmen viele Menschen Informationsmaterial entgegen und unterschrieben eine Petition gegen die Verfolgung.
Besonders die Disziplin und friedliche Ausstrahlung der Teilnehmer wurden von Zuschauern immer wieder hervorgehoben. Viele zeigten sich überrascht, dass eine Meditationspraxis, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruht, seit 27 Jahren in China verfolgt wird.
Aufmerksamkeit für Menschenrechtsverletzungen in China
Seit Juli 1999 verfolgt die Kommunistische Partei Chinas Falun Gong systematisch. Internationale Menschenrechtsorganisationen dokumentieren willkürliche Verhaftungen, Folter sowie Berichte über erzwungenen Organraub an inhaftierten Gewissensgefangenen. Mit Informationsständen, Gesprächen und einer Unterschriftenaktion informierten die Praktizierenden über diese Verbrechen und riefen dazu auf, sich für deren Beendigung einzusetzen.
Viele Passanten äußerten ihre Betroffenheit und unterstützten die Petition von DAFOH (Doctors against Organharvesting) gegen den Organraub in China. Einige berichteten, sie hätten erstmals von der Verfolgung erfahren, andere erinnerten daran, wie wichtig es sei, Religions- und Glaubensfreiheit weltweit zu verteidigen.
Friedliche Botschaft in der Musikstadt Wien
Wien gilt als Stadt der Musik und des kulturellen Austauschs. Die Veranstaltungsreihe verband musikalische Darbietungen mit einer klaren Botschaft für Menschenrechte und Gewissensfreiheit. Die Europäische Tian Guo Marching Band zog an beiden Tagen große Aufmerksamkeit auf sich und schuf zahlreiche Gelegenheiten, mit Menschen aus aller Welt ins Gespräch zu kommen.
Die Aktivitäten der Falun-Dafa-Praktizierenden sind gemäß der Prinzipien von Falun Dafa "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht" ausschließlich friedlich und zielen darauf ab, über die Verfolgung in China zu informieren und Hoffnung auf ein Ende dieser Menschenrechtsverletzungen zu geben.
Fotos sind für Pressezwecke honorarfrei zu drucken. @FDI Österreich
Hintergrund:
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine spirituelle Praxis mit meditativen Übungen, die 1992 in China erstmals öffentlich vorgestellt wurde und heute weltweit von Millionen Menschen praktiziert wird. Sie beinhaltet fünf körperliche Übungen, die gemeinsam mit der tiefen Lehre von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht zur körperlichen Gesundheit und seelischen Zufriedenheit beitragen. Wegen dieser wirkungsvollen Effekte erfreute sich Falun Dafa in China sehr schnell großer Beliebtheit. In nur 7 Jahren wuchs die Anzahl der Praktizierenden auf ca. 100 Millionen Menschen. Diese Anzahl erschien dem damaligen Staatschef, Jiang Zemin, zu groß, somit wurde Falun Gong 1999 verboten. Eine Propagandawelle der Lügen und Verleumdungen begann. Viele unschuldige Menschen wurden inhaftiert, gefoltert, getötet und ihrer Organe beraubt.
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Roswitha Wang-Moritz
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