Nachrichten über Falun Dafa und die Verfolgung in China

China

Die Geschichte Zhao Ming’s in China 15.12.2003

Zhao Ming studiert Informatik in Irland. Als Falun Gong - Praktizierender wurde er anläßlich des Besuches seiner Eltern in Peking zu Weihnachten 2000 verhaftet und ohne Gerichtsverfahren in ein Arbeitslager gesteckt. Dort war er unvorstellbarer Folter ausgesetzt. Auf Druck der irischen Regierung wurde er im März 2002 im Rollstuhl entlassen. Wegen der Folterungen spürt er bis heute nicht mehr seine Unterbeine. Er gehört zu den Mitanklägern der Strafanzeige in Deutschland. Hellmut Lumpi recherchierte über Zhao Ming´s Zeit im Arbeitslager.

"Sie wird wohl krank gewesen sein!" 15.11.2003

Die 56-jährige Zhao Chunying aus Jixi, Provinz Heilongjiang, war durch die Hölle des berüchtigten Wanjia Arbeitslagers gegangen. Sie überlebte, kam frei und setzte einen Bericht über die von ihr durchlebten Misshandlungen und Folter ins Internet. Damit hatte eine Zeugin die strikte Nachrichtensperre wirkungsvoll durchbrochen. Dies wurde von der Polizei entdeckt. Sie wurde am 15. April 2003 erneut festgenommen, in das Untersuchungsgefängnis Nr. 2 der Stadt Jixi gebracht.

Shenli Lin - im Gefängnis für das Recht auf Freiheit 15.10.2003

Am 25.02.2002 betritt der kanadische Staatsbürger Shenli Lin nach über 2 Jahren unrechtmäßiger und willkürlicher Gefangenschaft in einem Zwangsarbeitslager in China wieder kanadischen Boden. Seine Frau, Freunde, Journalisten und Unterstützer warteten dort auf ihn. Eine lange Zeit der Tortur und Ungewissheit liegen hinter ihm und konnten nur durch den Einsatz hochrangiger kanadischer Politiker, Amnesty International und eines berühmten kanadischen Menschenrechtsanwaltes beendet werden. Ein nachvollziehbares Bild dessen, was er durchmachen mußte liefert seine Erzählung:

Vierjährige Verfolgung und die Zerstörung einer jungen Familie 15.09.2003

Herr Huang Ke, 32 Jahre, war Angestellter der Forschungseinheit 10 des Erdöl-Forschungsinstituts der Stadt Fushun, Provinz Liaoning. Seine Frau Zhong Yunxin, ebenfalls Dafa-Praktizierende, war Englischlehrerin in der Stadt Sanjia, Kreis Qingyuan. Sie waren beide gutherzige, offene Menschen voller Zuversicht. Nach dem 25. April 1999 besuchten Huang Ke und Zhong Yunxiu einige Male Peking, um an die höheren Stellen bezüglich der Ungerechtigkeit gegenüber Falun Gong zu appellieren. Um seinen betagten Eltern keine zu große Last aufzuerlegen, nahmen sie ihre kleine Tochter, ungeachtet aller bevorstehenden Härte und Ungewißheit, mit.

Satellitenübertragung in 10 Provinzen 15.09.2003

Ungehindert der üblichen Regierungszensoren erreichten an den Abenden des 12. und 13. August 2003 drei unzensurierte Sendungen mehrere Millionen Chinesen. Bis heute ist ungewiß wer für diese Sendungen verantwortlich ist und wie dies überhaupt bewerkstelligt werden konnte. Folgende Programme wurden ausgestrahlt:

Tapfere Chen Xixiu 15.08.2003

Mithäftlinge, die alles miterleben mussten, beschreiben die kommende Nacht als systematische Vernichtung von Ehre und Körper der alten Dame. Am nächsten Morgen wurde Frau Xixiu in den Innenhof des Gefängnisses geschickt. Dort wurde von ihr noch verlangt, im Kreis zu marschieren. Blut spuckend quälte sie sich auf allen vieren durch den Schnee. Eine Mitgefangene Krankenschwester bat die Polizei Frau Xixiu in eine warme Zelle zu bringen, sie müsse sofort von einem Arzt behandelt werden.

Wo ist Dr. Charles Li? 15.07.2003

Zunächst beschuldigten die chinesischen Behörden Dr. Li der "Sabotage an Fernsehen und/oder Rundfunkausstattung", und drohten ihm mit 15 Jahren Gefängnis. Nachdem der Fall von Dr. Li weltweit öffentliches Interesse und Unterstützung hervorrief, wurde die Anklage reduziert auf "Vorbereiten dieser Sabotage". Die chinesischen Behörden bezeichnen einen Walkman-ähnlichen VCD-Player, den Dr. Li bei sich trug, als "Beweis" dafür, dass er in der Lage gewesen wäre, eine TV- Sendung zu unterbrechen. Dr. Li, der darauf spezialisiert ist, Heilkräuter zu importieren, besitzt keinerlei technisches Hintergrundwissen. Während seiner gesamten Zeit in Untersuchungshaft und vor Gericht blieb Dr. Li dabei, dass die chinesische Regierung es lediglich deshalb auf ihn abgesehen hat, weil er Falun Gong praktiziert.

Die Entwicklung der Verfolgung in Zahlen 15.07.2003

Mind. 4.000 Jahre - Alter von Qigong 1976 - nach Ende der Kulturrevolution stellen viele Qigong Lehrer ihre Schule vor 13.05.1992 - Li Hongzhi stellt erstmals Falun Gong in der Öffentlichkeit vor bis 1998 steigt die Anzahl der Praktizierenden in China auf über 100. Mio. 25.04.1999 - nach...

Foltermethoden: Zwangsernährung 15.07.2003

Die Foltermethoden, die an verhafteten Falun Gong Praktizierenden angewandt werden sind an Grausamkeit unvergleichbar. Oft verwendete Foltergeräte sind Elektrostäbe, Hacken, Wolfszahn daneben gibt es noch viele andere "chinesische" Methoden.

20 Juli 2003 - vier Jahre Verfolgung von Falun Gong in China - vier Jahre Unterdrückung des eigenen Volkes 15.07.2003

Mit dem 20 Juli 2003 ist das vierte Jahr der Verfolgung der Falun Gong Bewegung angebrochen. Eine Verfolgung, die an Grausamkeit und vor allem Sinnlosigkeit kaum zu überbieten ist. Diejenigen, die um diese Tragödie wissen, setzen sich vehement dafür ein das Interesse der Weltöffentlichkeit auf das Land der Mitte zu lenken. Überaus bemerkenswerter Umstand ist es nämlich, dass trotz des riesigen Ausmaßes der Verfolgung von Einhundertmillionen Praktizierenden doch noch immer relativ wenige von dieser Verfolgung wissen. (Hundertmillionen entspricht immerhin mehr, als der Einwohnerzahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen.)