"Falun Gong wurde als uralte Meditationspraxis von den Menschen Chinas aus vollem Herzen angenommen. Dennoch leiden nahezu 100 Millionen Praktizierende unter der brutalen Verfolgung, die durch die chinesische Regierung in Gang gebracht wurde."
Vom 2. bis 5. Mai 2004 besuchte der chinesische Premierminister Wen Jiabao mit einer Delegation Deutschland zur „Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen“ zwischen China und der EU. Es folgten Aufenthalte in Belgien, Großbritannien und Irland. An allen diesen Stationen wurde er von Falun Gong Praktizierenden willkommen geheißen, die parallel zu seiner Begrüßung forderten, dass Jiang Zemin vor Gericht gestellt werde.
Der chinesische Premierminister wurde mit "Willkommen Wen Jiabao" herzlich begrüßt. Gleichzeitig wurde jedoch Chinas Handelsminister mit "Menschenrechtsverletzer Bo Xilai ausweisen" empfangen. Eigentlich ist die Frage, warum Vertreter der chinesischen Regierung so unterschiedlich empfangen werden, leicht zu beantworten.
Das Zwangsarbeits-System bricht nicht nur die allgemeinen Menschenrechte der Praktizierenden, oftmals werden die Häftlinge wegen des riesigen Gewinnes, der mit den Produkten aus der Zwangsarbeit gemacht wird, schikaniert.
"Foltermethoden, die Falun Gong Praktizierende in China ertragen müssen, wurden von Montag bis Mittwoch am "Federal Plaza" in Chicago dargestellt. [...] Schauspieler in Kostümen, (zeigten) die derzeitigen Foltermethoden, so wie sie in China heutzutage angewandt werden.
Xiong Wei (32) ist ehemalige Studentin der TU-Berlin und vormalige Mitarbeiterin der Niederlassung des deutschen Unternehmens Buderus AG in Peking. Wegen des Verteilens von Informationsmaterial über die Verfolgung von Falun Gong in China wurde sie ohne Gerichtsverfahren zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt, der sogenannten "Umerziehung durch Arbeit". Am 4. Jänner 2004 wurde sie nach zwei Jahren Haft im Pekinger Frauenarbeitslager in Daxing entlassen. Wir sprachen mit ihrem Bruder, Xiong Zion.
"Eine 20 jährige, überaus gepflegte und hübsche Praktizierende war nach dem Polizeiverhör ganz durcheinander. Auf die Frage, was passiert wäre sagte eine Praktizierende, die Polizei hätte sie ausgezogen und im Schnee für zwei bis drei Stunden frieren lassen.
Die Haftanstalt von Lanzhou zwang unter dem Auftrag der Firma Lanzhou Zhenglin Nongken Food Ltd. rund 10.000 Häftlinge "Handverlesene Melonensamen" zu produzieren.
Eine Augenzeugin berichtet, dass Wachen Zigaretten verwendeten, um Hände, Beine, Arme, Füße, Schulter, Gesicht und Mund der Praktizierenden schwer zu verbrennen.
Die Hauptkennzeichen einer Zivilisation - systematische Landwirtschaft, sesshaftes Leben, Siedlungen - sind in China mindestens seit dem dritten Jahrtausend v.Chr. festzustellen, vielleicht aber reichen sie weiter zurück als die in Mesopotamien. Fest steht, dass die ältesten Funde menschlicher Überreste aus China stammen. Die "chinesische Genesis" beantwortet die Herkunft der Menschen mit einer Legende.
01.06.2004 | Tradition
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